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Weltoffenheit gehört zu unserem Selbstverständnis


Ziel der Initiative

Seit jeher arbeiten Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religionen und Kulturen in unseren Einrichtungen. Das Miteinander zu gestalten, ist eine tägliche Herausforderung.
Ziel des Projektes war und ist es, -diese große Vielfalt darzustellen; -die Lebensgeschichte dieser Menschen zu erzählen und die Gründe zu beschreiben, warum sie zu uns gekommen sind; -aufzuzeigen, dass es zu allen Zeiten (Kriegs)-Flüchtlinge gegeben hat; -Beispiele gelingender Integration zu schildern und so beiden Seiten Mut zu machen; -immer wieder aufzuzeigen, wie facettenreich das Thema Integration ist und wie selbstverständlich und bereichernd das Miteinan-der der Religionen und Kulturen in der Trägerschaft ist.

Beschreibung der Initiative

Im Herbst 2011 und damit lange, bevor hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan oder Eritrea nach Deutschland kamen, haben wir im Marienhaus-Echo eine Serie über Mitarbeitende gestartet, die nicht in Deutschland geboren wurden oder deren Eltern als Fremde hierher gekommen sind. Das Marienhaus-Echo ist das Mitarbeiter-Magazin der Marienhaus Unternehmensgruppe und erscheint viermal im Jahr (Auflage: 10.500 Exemplare). Über die trägereigenen Einrichtungen hinaus findet das Magazin eine große Leserschaft und damit auch Resonanz.

In der Reportage-Reihe haben wir Mitarbeiter aus aller Herren Länder und unterschiedlichsten Berufsgruppen portraitiert so unter anderem

  • Ha Vi Trinh, die in Saigon geboren wurde, in Göttingen aufgewachsen ist und dort Sozialmanagement studiert hat (4/2011);
  • den Palästinenser Mohammad Abdel-Aziz, der bereits zum Studium nach Deutschland kam (3/2012);
  • Sirin Gergin und Nesrin Seker, die als junge Mädchen nach Deutschland kamen und in der Altenpflege arbeiten (4/2012);
  • Susan Sprague-Wessel, die in der Nähe von Philadelphia geboren wurde und als Psychologin auf einer Palliativstation arbeitet (2/2014); oder
  • Mohamed Camara (Kongo) und Yusuf Sauhoboo (Mauritius), die als Ärzte ihr Glück in Deutschland versuchen (2/2015).

Diese Beiträge zeigen, dass beiderseitige Offenheit und Toleranz und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, Grundvoraussetzungen und Eckpfeiler gelingender Integration sind. Unter den Portraitierten waren schon damals Menschen, die als KRIEGSFLÜCHTLINGE nach Deutschland gekommen sind, so wie Blerim Hetemi (1/2012); oder aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen mussten, wie der Kurde Ziad Ahmad (2/2013); denn Flüchtlinge, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen mussten, hat es zu allen Zeiten gegeben. Die von Krieg und IS-Terror gekennzeichnete Situation in Syrien und dem Irak, die die aktuelle Flüchtlingswelle auslösen sollte, nahmen wir erstmals im Herbst 2014 in den Blick mit unserer Reportage über Dr. Saman Saeed, einen jesidischen Arzt, der seinen bedrohten Landsleuten im Norden des Irak zu helfen versucht (4/2014).

Vor dem Hintergrund der AKTUELLEN FLÜCHTLINGSKRISE sind die Reportagen über

  • Desbele Tesfamhret (Eritrea), Amina Mohamoud Salah (Somalia) und Ali Sina Ghanbari (Afghanistan) 4/2015;
  • Sanaa Roumia aus Syrien 3/2016;
  • Hesekiah Oluwole Christopher Adisa (Nigeria) und Firas Ibesh (Syrien) 1/2017;
  • Adib Adb Alkader und Marah Alhomsi (beide Syrien) 2/2017

zu sehen. Auch sie machen Mut; zeigen sie doch, mit wieviel Engagement und Enthusiasmus Menschen (trotz aller Hürden, die sie überwinden müssen) den Neubeginn in ihrer neuen Heimat angehen, und dass sie Vorbild für andere sein können.Unsere Reportagen haben ein bemerkenswertes MEDIENECHO gefunden.

So portraitierte die Deutsche Welle für ihre Serie über erfolgreiche Migranten im Frühjahr 2012 Blerim Hetemi (2/2012).
So berichteten die Rheinpfalz und die Fachzeitschrift Die Schwester / Der Pfleger über Desbele Tesfamhret; brachte er es im Dezember 2015 auf den Titel von neue caritas – kkvd-aktuell und besuchte ihn ein Team von ARD-aktuell (1/2016).

Dass Weltoffenheit zum Selbstverständnis unseres Trägers gehört, das durchzieht wie ein roter Faden die Berichterstattung des Marienhaus-Echos. Zwei Beispiele:

  • Das MITEINANDER DER RELIGIONEN – Dechant Thomas Darscheid hört andächtig Ramzi Jebali und Mohamed Afellah zu, als diese im Gottesdienst, den das St. Elisabeth-Krankenhaus in Neuwied anlässlich seines 125. Geburtstags feierte, eine Sure vortrugen (3/2015).
  • Hatice Kayacan ist Seniorenbetreuerin und demonstrierte in einer Veranstaltung der Waldbreitbacher Hospizakademie den muslimischen Ritus des Totenwaschens. Ein wichtiger Beitrag zu einer KULTURSENSIBLEN PFLEGE (1/2017).

Ein Beitrag in der Juli-Ausgabe des Marienhaus-Echos (3/2017) über einen Workshop zum Thema Multikulturelle Zusammenarbeit ist programmatisch mit „Weltoffenheit gehört zu unserem Selbstverständnis“ überschrieben.

Über den Träger

Die Marienhaus Unternehmensgruppe ist einer der großen christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland.
Zum Unternehmen zählen
•20 Krankenhäuser (an 32 Standorten)
•29 Alten- und Pflegeheime
•5 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen
•9 Hospize
•9 weitere Einrichtungen und
•10 Bildungseinrichtungen.
Die Einrichtungen liegen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, insgesamt arbeiten in der Trägerschaft etwa 13.800 Frauen und Männer.

Infoflyer // kkvd Sozialpreis 2017 pdf-download