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Sprachschulungen für nicht-muttersprachliche Mitarbeiter – eine win-win-Situation für alle


Ziel der Initiative

Wer im Gesundheitswesen arbeitet, ist oft mit alten, verwirrten und verunsicherten Menschen konfrontiert. Gut, wenn Mitarbeiter nicht nur durch fachliche Kompetenz, sondern sprachliches Einfühlungsvermögen überzeugen. Sprache, gerade im medizinischen und pflegerischen Bereich, folgt einer eigenen Diktion. Oft spricht jede Abteilung eine eigene Fachsprache. Hier nicht-muttersprachlichen Mitarbeitern Hilfe anzubieten, ist wichtig. Zum anderen sollen auch muttersprachliche Angestellte entlastet werden, die im Alltag oft weit mehr als "kleine" Hilfestellungen geben. Zudem wird mit der Initiative der "Faktor Sprache" als Risiko gemindert.

Beschreibung der Initiative

Kplus bietet in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Institut iik den nicht-muttersprachlichen Mitarbeitern in Medizin und Pflege Inhouse-Sprachschulungen an. Die Vorgesetzten werben bei ihren Mitarbeitern dafür und melden diese. Es handelt sich um ein freiwilliges Angebot. In Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten werden die Kursthemen abgesprochen. Schulungen fanden zu folgenden Themen statt: Arztbriefschreibung, Pflegedokumentation, Aufklärungsgespräche, Patienten- und Angehörigengespräche, Übergabe mit Kollegen bzw. anderen Fachabteilungen sowie ein Telefontraining.
Die Kurse sind klein (3-6 Personen). Der Unterricht findet im jeweiligen Haus statt, etwa alle zwei Wochen, zum Teil während der Dienstzeit.
Bei den Dokumentationskursen wird mit den Dokumenten und Schriftsätzen gearbeitet, die in der Abteilung der Kursteilnehmer verwendet werden. Da die Kurse bei den Schreibtrainings in den EDV-Räumen der Häuser stattfinden, werden in den Trainings auch aktuelle Arztbriefe oder Dokumentationen bearbeitet. Die Dozentin selbst kommt aus dem medizinischen Bereich, verfügt daher über besondere Kompetenzen und ist für die Teilnehmer eine gute Ansprechpartnerin.
Sämtliche Feedbacks der Teilnehmer waren überaus positiv – nicht zuletzt auch die Rückmeldung aus den Schreibbüros und Chefarztsekretariaten. Ein schönes Ergebnis ist auch, dass geschulte Praxisanleiter auf ihren Stationen ihre – auch muttersprachlichen -Teamkollegen in der Dokumentation geschult haben. Darüber hinaus haben sich viele interessante Gespräche innerhalb der Teams ergeben und auch der Kursteilnehmer untereinander. Verschiedene Teilnehmer berichteten, dass ihnen die Kurse auf dem Weg der Integration geholfen haben.

Generell sind die Trainings als Trägerangebot angelegt, d.h. die Kosten werden vom Träger übernommen und nicht den Abteilungen oder einzelnen Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen in Rechnung gestellt. Im Umkehrschluss verpflichten sich die Teilnehmer zur regelmäßigen Teilnahme und der Erledigung von Hausaufgaben. Mittlerweile haben nach 11/2 jähriger Laufzeit 10 Kurse stattgefunden.

Über den Träger

Die Kplus Gruppe bündelt Kompetenzen in der Region zwischen Köln und Düsseldorf, um hochwertige Medizin, Pflege und Therapie auch in Zukunft wohnortnah anbieten zu können. Mittlerweile gehören über zwanzig Institutionen des Gesundheitswesens zur christlich geprägten Kplus Gruppe und knüpfen ein dichtes Gesundheitsnetz für die Region.

Kplus Gruppe - Medizin und Pflege in katholischer Trägerschaft

Schwanenstraße 132
42697 Solingen
constanze.kusch-plewe@kplusgruppe.de
http://www.kplusgruppe.de/medizin-und-pflege-in-katholischer-traegerschaft/
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