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Integrationskonzept „Mensch Zukunft“


Ziel der Initiative

Aus dem christlichen Selbstverständnis unseres Katholischen Hospitalverbundes Hellweg heraus ist es uns eine Herzensangelegenheit, Menschen zu helfen. Geflüchteten Menschen eine Perspektive und Heimat zu geben war für uns Motivation, das Integrationskonzept „Mensch Zukunft“ zu entwerfen. Ziel des Konzeptes ist - neben der konkreten Hilfe in Notsituationen - ein zukunftsgerichtetes Handlungsszenario zu entwickeln. Wir wollen die neu zu uns kommenden Mitarbeiter mit Migrationshintergrund in allen unseren Einrichtungen gut qualifizieren und integrieren. Das bedeutet für uns, sie mit allen Besonderheiten wie kulturellen und religiösen Werten anzunehmen und dabei von- und miteinander zu lernen.

Beschreibung der Initiative

Das Thema Integration ist im Katholischen Hospitalverbund Hellweg seit jeher ein Kernthema. Immer schon sind Kolleginnen und Kollegen, sowie Patienten unterschiedlicher Herkunft in unseren Einrichtungen tätig oder begeben sich in unsere Obhut. Hierbei pflegen wir stets ein sehr gutes und vertrauensvolles Miteinander.

Wir sind uns bewusst, dass die Integration von geflüchteten Menschen eine Aufgabe ist, die große Anstrengungen erfordert. Vor diesem Hintergrund ist es unsere Strategie, nicht eine Vielzahl von Flüchtlingen kurzzeitig eine Hilfestellung anzubieten, sondern durch persönliche Begleitungen und gute Qualifizierung langfristige Perspektiven für die Betroffenen zu entwickeln. Das Projekt hat daher den Titel „Mensch Zukunft“ erhalten.

Weitere Bausteine unserer Projektstrategie sind, die kulturelle Vielfalt zu fördern. Dadurch eröffnen sich Chancen für geflüchtete Menschen, für die Mitarbeiter und auch für das Unternehmen: Für uns ist es auch ein Teilbereich unseres Personalkonzeptes, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Wir können dabei bei der Integration auf dem Arbeitsmarkt einen wesentlichen Beitrag leisten – zusammen mit unseren Mitarbeitern. So geben wir den neu hier angekommenen Menschen „Heimat“ ebenso wie unseren Mitarbeitern, die sich über soziales und persönliches Engagement mit ihrem Arbeitsplatz eng verbinden.

 

Umsetzung

In einem ersten Schritt haben wir Frühjahr 2016 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem persönlichen Brief angeschrieben und Sie gebeten, in unseren Einrichtungen Flüchtlingen positive private und berufliche Erfahrungen zu vermitteln, um Chancen und Integration zu schaffen.

In Folge des Aufrufes haben sich für alle Einrichtungen des Hospitalverbundes Integrationsbeauftragte freiwillig gemeldet. Diese wurden in einem eigenen Seminar (Kennenlernen kultureller, religiöser und politischer Hintergründe) auf ihre Aufgaben vorbereitet und unterstützen vor Ort die Integrationsarbeit.

Folgende Angebote sind inzwischen umgesetzt:

  • Patensystem
  • Begrüßungsveranstaltung mit Stadtführung
  • Einstiegsqualifizierung (Hospitation, Praktika, Berufsorientierung)
  • Konzeption eines Qualifizierungspraktikums mit Kooperationspartnern für Interessierte an der Pflege
  • Psychologische Hotline mit Möglichkeit zur schnellen Vermittlung in ambulante Psychotherapie
  • Kostengünstige Wohnmöglichkeit
  • Interkultureller Raum der Stille in zwei Krankenhäusern
  • Berücksichtigung von Wünschen im Speisenplan der Cafeteria
  • Vergabe und Durchführung von Bachelor- und Masterarbeiten zur Evaluierung sowie Weiterentwicklung des Integrationskonzeptes „Mensch Zukunft“

  

In Planung

  • Sprachförderung in Planung: Deutschkurse für Flüchtlinge, Englischkurse für Mitarbeiter
  • Berufsorientierungstag mit Kennenlernen von bis zu 12 Ausbildungsberufen innerhalb des Hospitalverbundes
  • Unterstützung von kulturellen Angeboten (Mitarbeiter gehen mit Flüchtlingen essen, etc.)
  • Vermittlung von Werten und Kultur: Seminare für Mitarbeiter und Flüchtlinge, Mitarbeiter mit
  • Migrationshintergrund stellen anderen Mitarbeitern ihre Werte und Kultur vor, etc.)
  • Fest der Kulturen von Mitarbeitern für Mitarbeiter mit verschiedenen kulturellen Angeboten in Planung

 

Bisherige Ergebnisse

Wir erzielen mit unserem Konzept erste Erfolge:

So konnten rund 20 Flüchtlingen bereits ein Praktikum (Ärztlicher Dienst, Service, Pflege, Physiotherapie oder Verwaltung) angeboten werden.

Bereits 5 Arbeitsverträge (Ärztlicher Dienst, Pflege und Service) sind abgeschlossen.

Zwei Flüchtlinge konnten inzwischen in den Bereichen Pflege und Verwaltung in die Ausbildung starten.

Sprachliche Kompetenzen einiger bei uns arbeitenden Flüchtlinge werden sehr positiv in Dolmetscher-Tätigkeit eingebracht.

Zudem wurde eine Fahrt mit ca. 90 jungen Flüchtlingen in einen Freizeitpark realisiert.

Unsere Überzeugung: Zusammen sind wir Heimat. Dieser Gedanke wird im Katholischen Hospitalverbund Tag für Tag sehr positiv gelebt.

Über den Träger

Drei Krankenhäuser, zwei Wohn- und Pflegeheime, eine Schule für Gesundheitsberufe sowie eine Servicegesellschaft bilden den Katholischen Hospitalverbund Hellweg.
Unsere drei Krankenhäuser in Unna, Soest und Werl bieten eine qualitativ hochwertige Versorgung für unsere Patienten.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in unseren Häusern und ermöglichen Medizin und Pflege auf höchstem Niveau. Unserer christlichen Tradition fühlen wir uns verpflichtet.

Infoflyer // kkvd Sozialpreis 2017 pdf-download