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„Helden-kaufen: Atem-spenden“ I Gemeinschaftskrankenhaus Bonn


Beschreibung der Initiative
Die Bonner Künstlerin Ruth Tauchert zeichnete sogenannte "Helden" – wer einen kaufte, half anderen Atem zu holen! Die Bonner Galerie Bernd Bentler "rahmte" die Aktion ein! 15.000 Euro für portable Ultraschallgeräte und Tablets für die Intensivstation Die Godesberger Künstlerin Ruth Tauchert hat mit ihrer Spendenaktion „Helden-kaufen: Atem-spenden“ durch den Verkauf von 111 Zeichnungen 15.000 Euro erlöst, die über den Verein der Freunde und Förderer des Gemeinschaftskrankenhauses den Patienten auf der Intensivstation zugutekommen. Der Leiter der Intensivstation im Haus St. Petrus, Dr. Gerrit Schuhmacher, Oberarzt Anästhesie: "Wir konnten von dem Geld drei portable Ultraschallgeräte, die bei der Behandlung schwer erkrankter Covid-19-Patienten eingesetzt werden, kaufen." „Mit den drahtlosen Ultraschall-Handgeräten im Tabletformat können wir die Lunge eines Covid-19-Patienten ohne Umlagern regelmäßig untersuchen und sehen so, wie sich sein Zustand entwickelt. Gerade dann, wenn beatmete Patienten aufgrund schwerer Infektionsverläufe in Bauchlage liegen, erweisen sich die handlichen Ultraschallgeräte als ein Segen“, so Dr. Schuhmacher. Chefarzt Prof. Dr. Knüfermann ergänzte: „Mit diesen Geräten für die bettseitige Bildgebung, die im Isolierbereich verbleiben und jederzeit eingesetzt werden können, sind wir medizintechnisch in der Neuzeit angekommen.“ Zusätzlich konnten von dem Geld drei Tablets für die Kommunikation zwischen PatientInnen und Angehörigen angeschafft werden. „In Zeiten wie diesen, in denen Besuche nahezu ausgeschlossen sind, ist es für unsere PatientInnen, aber auch für deren Familien besonders wichtig zu kommunizieren. Wir schaffen durch die virtuelle Kommunikation ein Stück Nähe in Krisenzeiten“, erläuterte Bremekamp. Sein Dank galt auch einem Einzelspender, der sich dem Gemeinschaftskrankenhaus sehr verbunden fühlt und mit 5.000 Euro einen großen Anteil am Gelingen der gesamten Aktion hatte. Zu Beginn der ersten Welle der Pandemie hatte Ruth Tauchert begonnen, für eine Spendenaktion Ganzkörperporträts von Helden zu zeichnen. „Ich wollte unbedingt etwas tun, um zu helfen“, berichtete sie. Von ihrer Tochter, die als Notfallsanitäterin im Rettungsdienst der Stadt Bonn arbeitet, erfuhr sie, dass das Gemeinschaftskrankenhaus innerhalb kürzester Zeit seine Beatmungsplätze von 19 auf 30 erhöht hatte. „Da war für mich klar: Dorthin sollen meine Spenden fließen.“ Bis heute hat Ruth Tauchert 159 Helden-Zeichnungen im schmalen Hochformat von 29,7 mal 12,5 cm in Mischtechnik, teilweise mit Frottage, angefertigt sowie ein großformatiges Werk von 180 mal 84 cm. Als Modell für die Helden dienten der Künstlerin ihre Bronzefiguren, die die altägyptische Göttin Isis und ihren Sohn Horus darstellen. Ruth Tauchert: „Es sind keine Superhelden mit außergewöhnlichen Kräften. Sie sind – wie wir alle – vor dem Virus schutzlos, deswegen auf den Zeichnungen größtenteils nackt.“ Die Zeichnungen kosten 90 Euro, die Hälfte des Erlöses spendete die Künstlerin dem Gemeinschaftskrankenhaus. Unterstützung für ihr Projekt bekam Frau Tauchert durch die Bonner Galerie Bernd Bentler: „In einer Zeit, in der zumeist negative Schlagzeilen die Nachrichten bestimmen, wollten wir ein positives Signal der Solidarität sowohl mit den an Corona Erkrankten als auch mit den medizinischen Pflegekräften aussenden“, so Bentler. Wer eine Helden-Zeichnung bei ihm rahmen ließ – konservatorisch hochwertig in Handarbeit mit säurefreiem Passepartout und Museumsglas – zahlte 150 Euro, und der Reinerlös nach Kosten und Steuern von 60 Euro wurde gestiftet. „Wir bedanken uns sehr bei Frau Tauchert für ihre Initiative zu Beginn der Covid-19-Pandemie sowie für die Unterstützung durch die Galerie Bentler! Diese Spende zeigt uns, dass wir in Krisenzeiten füreinander da sind“, so Krankenhausoberer und Direktionsmitglied Christoph Bremekamp. Ruth Tauchert zeigte sich „begeistert von der Resonanz für dieses Projekt“ und bedankte sich bei den Käufern ihrer Helden. Über den Träger

Das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn St. Elisabeth/St. Petrus/St. Johannes ist ein freigemeinnütziges Krankenhaus der Regelversorgung in Bonn, das 1996 zunächst aus der Fusion des St. Elisabeth Krankenhauses mit dem Brüderkrankenhaus St. Petrus hervorging. Als dritter Partner stieß 2002 das St. Johannes-Hospital hinzu.

Das Krankenhaus ist mit sämtlichen für die Regelversorgung notwendigen medizinischen Fachabteilungen ausgestattet und verfügt über 450 Betten. Jährlich werden circa 18.000 stationäre sowie rund 50.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Das Krankenhaus ist das einzige Bonner Innenstadtkrankenhaus.

Insgesamt beschäftigt das Krankenhaus knapp 1000 Mitarbeiter, von denen rund 150 als Ärzte und ca. 450 im pflegerischen oder therapeutischen Bereich tätig sind.

Gemeinschaftskrankenhaus Bonn gGmbH Haus St. Elisabeth, Haus St. Petrus, Haus St. Johannes

Bonner Talweg 4-6
53113 Bonn
c.bremekamp@gk-bonn.de
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