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Förderung von Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf


Ziel der Initiative

Eine erfüllende und sinnbringende Beschäftigung ist wesentlicher Baustein der Integration. Im Interesse dieser Menschen und unserer Gesellschaft wurden Maßnahmen zur Integration und Qualifikation für eine Berufstätigkeit mit Zukunft erarbeitet und strukturiert umgesetzt.

Ziele
• Kompetenzen und Ressourcen bei Menschen mit besonderem
Unterstützungsbedarf u.a. Asylbewerbern identifizieren
• auf Eignung für den Pflegeberuf testen
• in einem strukturierten Prozess in Ausbildung und Beruf bringen
• Rekrutierung zukünftiger Mitarbeiter für die Pflege
• Soziale, ethische Dimension für die Träger klären

Beschreibung der Initiative

Die Integration von Flüchtlingen ist eine drängende Aufgabe unserer Gesellschaft. Gleichzeitig fehlt es an geeignetem Nachwuchs in der Pflege. Vor diesem Hintergrund hat das Pflegemanagement des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus Ludwigshafen in Zusammenarbeit mit anderen Projektpartnern ein Projekt zur Integration durch Qualifikation von Flüchtlingen für den Pflegeberuf gestartet. Dies umfasst den praktischen Einsatz im Krankenhaus, gekoppelt mit Sprachunterricht und praxisbezogenem Unterricht. Dauer ist jeweils ein halbes Jahr. Danach erfolgreichen Abschluss und individueller Beratung erfolgt idealerweise eine Überleitung in die Pflegeausbildung.

In allen wissenschaftlichen Erhebungen wird ein stark wachsender Bedarf bei den Pflegeberufen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte prognostiziert. Bereits jetzt spüren wir den Mangel an qualifizierten Kräften in der Pflege, offene Stellen können nicht mehr oder nur mit großem Aufwand und zeitverzögert besetzt werden. Gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aber wichtigster Garant für eine menschliche und der Situation angemessene Pflege – auch in der Zukunft. Ein gravierendes Problem, besonders auf das steigende Alter der Bevölkerung hin gesehen. Gleichzeitig erleben wir mit den Flüchtlingen in unserem Land einen Zuwachs an jungen Menschen unterschiedlicher Bildung und verschiedensten Qualifikationen und kulturellen Hintergründen, die neue Lebensperspektiven suchen und sich aktiv in unsere Gesellschaft integrieren möchten.

Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit haben Vertreter des Pflegemanagements und der Pflegeschule des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses, der Stadt Ludwigshafen, des ESF-BAMF Programm BUND, des AAW Arbeitskreis für Aus- und Weiterbildung e. V. und des CJD Rhein-Pfalz/Nordbaden im Rahmen des Projektes „Förderung von Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf in Ausbildung und Beruf“ Ziele benannt, Herausforderungen geprüft und Möglichkeiten der Berufsförderung und Integration erarbeitet. Nach einem ersten erfolgreichen Durchlauf des Projektes 2016, wird 2017 eine weitere Maßnahme durchgeführt. Die Struktur des Programmes wurde optimiert. Die Erfahrungen aller Beteiligten sind durchaus positiv. Es besteht bei allen das Interesse, das Projekt kontinuierlich fortzuführen.

Die Projektteilnehmer werden in Zusammenarbeit der verschiedenen Projektpartner theoretisch und praktisch ausgebildet und zusätzlich betreut. Das erste Projekt startete im Juni 2016 und wurde im Dezember 2016 erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt 2017 startete am 29. Mai.

• Der praktische Einsatz erfolgt an fünf Vormittagen (Montag-Freitag, 8.00-12.00 Uhr) im stationären Bereich der Klinik. In diesen Stunden erfolgt eine praktische Anleitung und Begleitung durch eine qualifizierte Praxisanleiterin, die durch die Klinik dafür freigestellt wird. Diese ist in die Pflegeschule des Krankenhauses integriert, kümmert sich um die Begleitung in der Praxis und die Vernetzung mit den Stationen und agiert gleichzeitig als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Projektpartnern.

• Die theoretischen Schulungen werden entsprechend gefördert und erfolgen in Zusammenarbeit mit dem AAW Arbeitskreis für Aus- und Weiterbildung e. V. an drei Nachmittagen/Woche in Räumen des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses.

• Der ebenfalls geförderte Sprach- und Integrationskurs ist verbindlich für alle Teilnehmer und findet an zwei Nachmittagen/Woche parallel zum Praktikum ebenfalls in Räumen des St. Marien- und St. Annastiftskrankenhauses statt. Er wird durch den CJD durchgeführt. Zusätzlich werden die Teilnehmenden bei weitergehenden Fragen und Problemen durch Mitarbeiter des ESF-BAMF Programm BUND betreut.

Während der Qualifikationsmaßnahme gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Einsatzstelle, Integrationsbehörde, Agentur für Arbeit und externen Bildungsanbietern.

Über den Träger

Die St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH wurde durch die Ordensschwestern des Instituts St. Dominikus Speyer eingerichtet, um ihre Einrichtungen (Krankenhaus, Hospiz, Kinderheime) zu sichern. Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus ist ein modernes Allgemeinkrankenhaus der Schwerpunktversorgung für die ganze Familie. Gemäß unserem Leitbild "Für Menschen - Mit Menschen" stehen unsere Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter im Mittelpunkt unseres Handelns.

Infoflyer // kkvd Sozialpreis 2017 pdf-download